Apis mellifera mellifera (Die ursprüngliche europäische Honigbiene), am 28. Februar

bei der Rückkehr vom Reinigungsflug, Außentemperatur 8°

Karlshonig, nachhaltige, naturnahe Bienenhaltung

 

Honigbienen existieren seit über 50 Millionen Jahren und sind neben anderen Insekten unerlässlich für die Befruchtung vieler Wild- und Kulturpflanzen und das natürliche Gleichgewicht. Fast alle Vitamin-C produzierende Pflanzen werden von Honigbienen und Wildbienen bestäubt und das fast ausschließlich. Viele Säugetiere, auch der Mensch, brauchen Vitamin-C für die gesunde Entwicklung und zum Leben. Wissenschaftler schätzen bei einem Ausfall der Bestäubungsleistung der Apis mellifera ginge die Agrarproduktion um über 40% zurück, andere warnen, ohne die Bienen sei die Menschheit nicht überlebensfähig.

 

Doch alle Insekten und auch die Honigbienen haben es in unserer Landschaft und unter den hauptsächlich ökonomisch ausgerichteten imkerlichen Methoden immer schwerer. Dies ist hauptsächlich dadurch bedingt, dass der Mensch seinen Lebensraum sehr rasch verändert. Große (Ur) Wälder, die auch als Rückzugsgebiet und Genpool der Honigbienen dienen können, gehen drastisch zurück. Das Leben der Bienen ist bedroht, deshalb haben wir uns entschlossen, uns für eine artgemäße Haltung und den Schutz der Bienen einzusetzen.

 

Leider ist es immer wieder der Mensch, der nicht nur mit seinem Lebensraum wenig schonend umgeht, er hat auch über einen Zeitraum von über hundert jahren mit züchterischen Veränderungen grundsätzlich in das Leben der Bienen eingegriffen. Die Unterart Apis mellifera mellifera (dunkle Biene), die bei uns ursprünglich heimische Art, ist so gut wie vollständig verschwunden und wurde durch gezüchtete Hybriden mit Erbmaterial der A. m. ligustica (Italienische Biene) und A.m. carnika (Kärnter Biene) ersetzt.